Der Stärkste sonnensturm seit 2003
In der Nacht vom 19.01.2026 auf den 20.01. lag der KP-Index bei 9, der höchste Wert, der überhaupt gemessen werden kann! Die Aktivität war so stark, dass die Nordlichter bis nach Deutschland und sogar bis in die Alpen sichtbar waren. Ein extrem starker koronaler Massenauswurf (CME) der Sonne hat die Erde getroffen.
Wir sind spontan rausgefahren und haben die krassesten Nordlichter erlebt, die wir je gesehen haben. So stark, so hell, dass man sie mit bloßem Auge sehen konnte:
grüne, pinke und violette Lichter, Strahlen und Lichtschlangen am Himmel.
Beim Fotografieren sind mir die Hände abgefroren – aber es war jede Sekunde wert. Viele dieser Bilder seht ihr nun hier im Blogbeitrag.
Die Polarlichter kamen immer näher, wurden heller und intensiver. Ein Gefühl, das man kaum beschreiben kann. Als sie direkt über uns waren fühlte es sich an als würde mir die Luft fehlen.
In diesem Moment sah ich, wie ein Flugobjekt einen klaren Schatten warf, weil der Himmel durch die Nordlichter so hell erleuchtet war. Das habe ich noch nie gesehen und beweist wie stark der Sturm war.
Es war so intensiv und ungewohnt, dass es uns stellenweise unheimlich war. Warum dieses Gefühl nicht täuschte, erkläre ich weiter unten im Text.
Haarscharf am G5-Sturm vorbei:
Mittlerweile wurden die Daten ausgewertet, und es wurde klar, dass der Sonnensturm, der KP-Index 9 erreichte, also die höchste mögliche Stufe, ein G4-Sturm war, der sehr nah an ein G5-Szenario herankam, das wirklich gefährlich werden kann.
Diesmal war es ein außergewöhnlich starker Protonensturm, der stärkste seit den Halloween-Stürmen von 2003.
Normalerweise dominieren Elektronen. Diesmal war es die dichte, hochgeladene Protonenenergie, die das Ereignis so intensiv gemacht hat.
Im Vergleich zum Mai 2024, der geomagnetisch noch stärker war (KP-Index 9, G5, Dst ca. −400 nT, IMF Bt ca. ~50–60 nT) und vor allem elektronendominiert, hatte das Januar 2026 Ereignis höhere Teilchenenergien, eine extrem schnelle Plasmawolke und einen ungewöhnlich lang anhaltenden, dominanten Protonen Schauer. Dst lag bei ca. -230 nT und IMF Bt: ~90–100 nT.
Unter normalen Bedingungen liegt das interplanetare Magnetfeld bei etwa 5–10 nT.
Während dieses Sturms stieg es auf rund 90–100 nT an, also auf das 10- bis 20-Fache des Normalwertes. Das zeigt, wie stark das Magnetfeldsystem der Erde komprimiert wurde.
IMF Bt = Druck von außen. Beschreibt wie stark das Magnetfeld der Plasmawolke war, die auf die Erde traf.
Dst-Index = Reaktion der Erde von innen. Beschreibt, wie stark das Erdmagnetfeld selbst geschwächt wurde, nachdem die Energie in die Magnetosphäre eingekoppelt ist.
Was kann bei einem G5 Szenario passieren:
Wenn ein Sonnensturm die Stufe G5 (Extreme) auf der Skala der NOAA erreicht, ist er eine ernsthafte Bedrohung für unsere moderne Infrastruktur:
- Globaler Blackout: Die induzierten Ströme können Haupttransformatoren in Umspannwerken zerstören. Da diese oft Monate Lieferzeit haben, drohen lang anhaltende Stromausfälle, die unsere gesamte Logistik lahmlegen.
- Ausfall der Navigation: Satelliten werden durch die Strahlung beschädigt oder aus ihrer Bahn geworfen. GPS-Systeme fallen aus, was den Flug- und Schiffsverkehr weltweit gefährdet.
- Kommunikations-Kollaps: Das Internet (insbesondere Unterseekabel) und der Funkverkehr leiden unter massiven Störungen. Eine „digitale Stille“ wäre die Folge.
- Gefahr in der Höhe: Astronauten und Flugzeugbesatzungen sind einer erhöhten Strahlungsdosis ausgesetzt, was sofortige Kursänderungen oder Schutzmaßnahmen erforderlich macht.
Vögel reagierten stark
Ein weiteres intensives Erlebnis zu hörem in meinem Video:
Schwäne, Gänse, Graureiher und Enten wurden plötzlich extrem unruhig, schrien, schnatterten und flogen umher. Sowohl an einem Naturreservat, in dem viele Vögel leben, als auch an einem Fluss erlebten wir das gleiche Phänomen. Und das mitten in der Nacht, zu einer Zeit, in der sie sonst ruhig sind und schlafen.
Diese Vögel orientieren sich am Erdmagnetfeld. Bei einem so starken geomagnetischen Sturm kann ihr innerer Kompass gestört werden. Sie nutzen Magnetitkristalle im Gehirn zur Orientierung, die direkt auf Veränderungen des Magnetfeldes reagieren.
Wie reagieren Menschen auf starke Nordlichter?
Auch im menschlichen Körper, unter anderem im Gehirn, wurden Magnetit-Partikel gefunden. Ihre Funktion beim Menschen ist bislang nicht eindeutig geklärt. Menschen reagieren eher indirekt über ihr Nervensystem auf starke geomagnetische Veränderungen. Unsere Nervenbahnen funktionieren wie elektrische Leitungen. Wenn das Magnetfeld der Erde schwankt, induziert das winzige Ströme in unserem Körper. Das kann sich wie ein „inneres Summen“ oder eine elektrische Spannung anfühlen.
Solche Stürme können also die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus verschieben. Dabei können folgende Symptome auftreten:
Schlafstörungen und unruhiger Schlaf
Veränderungen des Herzrhythmus
Kurzzeitig erhöhte Viskosität (Dickflüssigkeit) des Blutes
Innere Unruhe, Ängste oder Konzentrationsschwierigkeiten
Ein Gefühl von Erschöpfung bei gleichzeitiger innerer Aktivierung
Doch es gibt auch die faszinierende Seite: Euphorie, viel Energie, erhöhte Intuition, plötzliche Geistesblitze oder „Downloads“ und tiefe Verbundenheitsgefühle. Durch die Verformung des Magnetfeldes gelangen Frequenzen zu uns, die normalerweise abgeschirmt werden. Manche Theorien besagen sogar, dass diese hochenergetischen Teilchen unsere DNA „antriggern“, sich neu auszurichten oder ungenutzte Potenziale zu wecken.
Geomagnetische Schwankungen können nachweislich die vegetative Regulation, unserer Gehirnwellen, die Melatonin-Ausschüttung und die elektrische Aktivität des Gehirns beeinflussen. Diese Zusammenhänge werden derzeit noch weiter erforscht.
Meine persönliche Erfahrung:
Ich selbst war während der Ereignisse jedes Mal sehr aufgekratzt, energiegeladen bis euphorisch und am Tag danach gleichzeitig aufgedreht und müde. Diesmal spürte ich auch einen Druck im Kopf, vermutlich eine Folge der veränderten Blutviskosität. mein Tiefschlaf war verkürzt, die HRV (Herzratenvariabilität) niedriger. Erst als sich der Sturm nach zwei Tagen legte, holte sich mein Körper den Schlaf mit langen Tiefschlaf- und REM-Phasen zurück und ich wurde insgesamt innerlich ruhiger.
Während des Sturms zeigte auch die Schumann-Resonanz (die Eigenschwingung der Erde) eine deutlich erhöhte Aktivität. Viele Menschen reagieren darauf sehr unterschiedlich. Mehr dazu findest du hier beim Wandalas Blogeintrag zu Schumann Frequenz Symptomen
Was hat uns vor einem G5 Szenario geschützt?
Die Nordlichter entstehen, weil die Erde von einem toroidalen Magnetfeld umgeben ist. Dieses Magnetfeld schützt uns vor den geladenen Teilchen der Sonne und lenkt sie entlang der Feldlinien zu den Polen.
Dort treffen die Teilchen auf die Gase der Atmosphäre (vor allem Sauerstoff und Stickstoff) und bringen sie zum Leuchten, wenn ihre Energie wieder abgegeben wird.
Was wir gesehen haben, war nicht nur ein visuelles Wunder, sondern ein sichtbarer Ausdruck der Torusform die zur Heiligen Geometrie gehört und die Erde schützt.
Das Geheimnis der schützenden Torus-Form bei Erde, Mensch und Pflanzen
Das Erdmagnetfeld ist im Grunde ein gigantischer, schützender Torus. Bei einem G5-Sturm wird dieser energetische „Donut“ der Erde so massiv zusammengedrückt und verformt, dass er die einströmende Energie nicht mehr einfach nur ablenken kann. Auf der Sonnenseite wird der Torus zusammengedrückt (verdichtet) und auf der Gegenseite wie ein Schweif in die Länge gezogen.
Diese kosmische Energie dringt dann tief in unsere Atmosphäre und Infrastruktur vor und erzeugt einen enormen Stress auf das Schutzfeld unseres Planeten.
Der Januar 2026 Sonnensturm war zwar extrem stark und erreichte die höchste Kategorie G5 aber nur deshalb nicht, weil sich die Ausrichtung des Magnetfeldes im Sonnenwind immer wieder änderte. Dadurch wurde der Energieeintrag in die Erdmagnetosphäre ständig unterbrochen, was für unsere technische Infrastruktur ein großes Glück war.
Diese faszinierende Geometrie finden wir direkt in uns selbst wieder, denn auch unser Herz und unser Gehirn erzeugen toroidale Felder. Das Herz baut ein starkes elektromagnetisches Feld auf, das sich in Form eines Torus um unseren Körper ausbreitet. Dieses Feld ist keine starre Struktur, sondern eine dynamische und rhythmische Form, die sich ständig verändert. Es reagiert unmittelbar auf unseren Herzrhythmus, unsere Atmung und unsere Emotionen. Erleben wir Stress, wird dieses Feld unregelmäßiger und verliert seine Kohärenz, ganz ähnlich wie das Magnetfeld der Erde unter dem Druck der Sonne reagiert.
Sogar in der Pflanzenwelt begegnen wir diesem Muster der Heiligen Geometrie. Viele Pflanzen zeigen Torus Muster in ihren Blüten und Wachstumsformen, da diese Struktur energetisch hocheffizient ist. Korbblütler nutzen beispielsweise die Radialsymmetrie und die Torusform, was geometrisch einer Duplikation des Samen des Lebens entspricht. Diese magischen Spiralen lassen nicht nur die schönsten Blüten entstehen, sondern helfen der Pflanze auch dabei, das Sonnenlicht bestmöglich aufzunehmen.
Auch ein Baum ist im Grunde ein stehender Torus: Die Energie steigt im Stamm auf, entfaltet sich in der Krone und kehrt über die Wurzeln im Boden wieder zum Zentrum zurück.
Letztlich scheint dieses Muster universell zu sein, denn sogar das gesamte Universum folgt laut der Donut Modell Theorie dieser torusförmigen Struktur. Alles vom kleinsten Atom über unser schlagendes Herz bis hin zu den fernen Galaxien scheint in einer gemeinsamen, geometrischen Resonanz miteinander zu schwingen.
Wie erkennt man Protonen Auroras?
Protonen sind schwerer als Elektronen und dringen tiefer in die Atmosphäre ein. Sie folgen anderen Magnetfeldlinien und erzeugen oft diffuse, milchige, flächige Leuchterscheinungen. Diese Nordlichter wirken weniger strukturiert, eher wie leuchtender Nebel oder Dunst. Sie erscheinen häufig seitlich oder unterhalb der Haupt Aurora und zeigen weniger Bewegung und Strahlen.
Die Protonen waren diesmal auch der Grund, warum viele meiner Fotos so pastellig wirken.
„Normale“ Aurora bestehen meist hauptsächlich aus Elektronen.
Links: strukturierte, dunklere Grünbögen – klassische Elektronen-Aurora.
In der Mitte: Pinke Töne durch hochenergetische Elektronen in großer Höhe.
Rechts: hellgrünes, diffuses, pastelliges Leuchten – typisch für Protonen-Aurora bei starken Strahlungsstürmen.
Bedeutung der Polarlicht Farben
- 🟢 Grün
100–150 km Höhe, Sauerstoff, angeregt durch Elektronen - 🔴 Rot
200–400 km Höhe, Sauerstoff, angeregt durch hochenergetische Elektronen, vor allem bei sehr starken Stürmen - 🩷 Pink / Magenta
große Höhen über 200 km, Mischung aus Rot (Sauerstoff) und Blau/Violett (Stickstoff), vor allem bei sehr starken Stürmen - 🔵 / 🟣 Blau / Violett
80–120 km Höhe, Stickstoff, angeregt durch sehr schnelle Elektronen - 🟠 Orange / Gelblich
meist Übergangsbereich (ca. 120–200 km), Überlagerung von Grün (Sauerstoff) und Rot (Sauerstoff), tritt oft bei starken Stürmen oder diffuser Aurora auf - 🌫️ Diffus, hellgrün / weißlich
mehrere Höhen, häufig Protonen-Aurora oder stark gestreute Elektronen
Warum erleben wir aktuell so viele Polarlichter und Sonnenstürme?
Die Häufung dieser beeindruckenden Naturschauspiele ist kein Zufall. Wir befinden uns derzeit nahe am Höhepunkt des 11-jährigen Sonnenzyklus, dem sogenannten Sonnenzyklus 25. In dieser Phase ist die Sonne besonders aktiv und unruhig.
Dieser Zyklus fällt stärker aus, als viele Wissenschaftler ursprünglich erwartet hatten. Es treten mehr Sonnenflecken und koronale Massenauswürfe auf als prognostiziert, was zu den aktuell ungewöhnlich häufigen und intensiven Nordlichtern führt.
Ein Sonnenzyklus beschreibt den Zeitraum, in dem sich das Magnetfeld der Sonne vollständig umpolt. Während dieser Phase bauen sich starke magnetische Spannungen auf, die sich in Form von Sonnenstürmen entladen.
Das solare Maximum dieses Zyklus liegt etwa zwischen 2024 und Anfang 2026. In dieser Zeit dehnt sich das Aurora-Oval stark aus, sodass Nordlichter weit nach Süden sichtbar werden, bis nach Mitteleuropa.
Wir erleben gerade eine Phase besonders hoher solarer Aktivität, bevor die Sonne in den kommenden Jahren wieder ruhiger wird.



